Flammkuchen selber machen

Zubereiten von Flammkuchen - Schritt für Schritt

Die Regeln für das Zubereiten von Flammkuchen sind einfach erklärt und für jeden leicht umsetzbar. Ein paar grundlegende Dinge beachtet, schon kann fast nichts mehr schief gehen.


Die einfache Zubereitung in vier Schritten

Flammkuchen Weizen
1. Teigboden nehmen
Flammkuchen mit Creme
2. Creme gleichmäßig auftragen, 0,5-1 cm Rand lassen
Flammkuchen Dinkel
3. Flammkuchen gleichmäßig belegen
Brauer-Fladen
4. ... kross backen!

Dünne Flammkuchenboden als Basis

Das wichtigste ist die Basis – der dünne Flammkuchenboden. Hierfür werden unsere Flammkuchenteiglinge im speziellen Heißpressverfahren besonders dünn gepresst. Nur dann kann der Flammekueche (so heißt er im Elsass) knusprig und kross werden. Die Vorteile von Flammkuchen Fertigteig liegen klar auf der Hand: ein ebenmäßig gepresster, dünner Teig bäckt gleichmäßig und erfordert keinen großen Kraftaufwand in der Herstellung.

Flammkuchen backen - Vorbereitungen

Am besten wird damit begonnen, den Ofen vorzuheizen. Zubehör sowie alle Zutaten, die verarbeitet werden, zurechtzulegen. Der Koch nennt das „mis en place“ (an den Platz gelegt), dann laufen alle weiteren Arbeitsschritte wie von allein. Wer seine eigene Flammkuchencreme herstellt, geht wie folgt vor: Aus Crème Fraîche, Schmand oder/und Quark im Verhältnis 1:1:1 – wie immer gilt: Alles nach Geschmack – werden die Grundzutaten vermengt. Wenn Quark verwendet wird, diesen als erstes in einer Schüssel glattrühren, so gibt es keine Klumpen. Anschließend kommen die weniger festen Zutaten hinzu. Mit Salz, Pfeffer und Muskat oder mit unserer Gewürzmischung wird schnell eine leckere Flammkuchencreme angerührt. Wichtig ist, dass das Würzen der Creme vorsichtig stattfindet. Die Milchprodukte haben wenig Wasser, dafür aber viel Eiweiß, etwas Fett und andere Bestandteile, in denen sich insbesondere Salz nicht schnell auflöst. Daher wird eine gewisse Menge Gewürz zugefügt (ein gestrichener Teelöffel auf 500g) und sorgsam untergerührt. Den Zutaten wird mindestens eine halbe Stunde Zeit gegeben, sich zu verbinden, nochmals durchrühren, probieren, gegebenenfalls nachwürzen. Wer gleich zu Anfang probiert und Salz nachgibt, riskiert die Flammkuchencreme zu überwürzen und zu versalzen.

Den Flammkuchenboden ohne Papier (da dies nicht als Backpapier geeignet ist) auf ein Brett, vorzugsweise ein Einschießbrett, legen.

Flammkuchenteigling belegen

Etwa 90g der Flammkuchencreme mit dem Einstreichmesser gleichmäßig auf dem Flammkuchenteigling verteilen, dabei zwingend einen Rand von etwa ein bis eineinhalb Zentimetern frei lassen. Ansonsten läuft die Creme auf den Flammkuchenstein, verbrennt und beeinträchtigt somit den Geschmack des Flammkuchens. Zudem wird die Reinigung des Ofens aufwändiger als nötig.

Die Zutaten, wie beispielsweise geschnittene Zwiebeln und Speck, gleichmäßig auf der Creme verteilen, auch hier auf den freien Rand achten. Als Flammkuchenbelag wird gewählt, was schmeckt.

Flammkuchen im Steinofen backen

Anschließend folgt der Backvorgang.
Dieser unterscheidet sich von Ofen zu Ofen und wird daher ausführlich erklärt. Traditionell wird im Steinofen gebacken. Das hängt damit zusammen, dass der Flammkuchen früher im Elsass zum Testen der Ofentemperatur vor dem Brotbacken genutzt wurde, als Thermostate noch nicht weit verbreitet waren. Verbrannte er, war die Temperatur noch zu hoch, brauchte er zu lange zum Backen, musste noch nachgefeuert werden. Von da aus nahm die Erfolgsgeschichte des Flammkuchens ihren Lauf. Es eignen sich alle Arten von Backöfen: Vom häuslichen Backofen über den elektrischen Steinofen, den Holzofen bis hin zum Kombidämpfer.

Flammkuchen im heimischen Backofen backen

Im heimischen Backofen wird entweder auf dem vorhandenen Blech oder einem Flammkuchenstein gebacken, jeweils auf der zweiten Schiene von unten. Den Ofen auf Höchsttemperatur (meist 250°C) bei Ober-/Unterhitze für etwa 30 Minuten vorheizen, damit der Stein auf Temperatur kommt. Den fertig belegten Flammkuchen (ohne Papier!) auf den vorgeheizten Stein oder das Blech geben, je nach Ofen und Temperatur variiert die Backzeit zwischen fünf und sechs Minuten. Backen bei Umluft ist nicht anzuraten, da die Flammkuchen sonst leicht austrocknen.

Flammkuchen im elektrischen Steinofen backen

Der elektrische Steinofen wird auf 280 – 300°C vorgeheizt, dies dauert etwa 20 Minuten bis eine halbe Stunde. Die fertig belegten Flammkuchen werden mit rüttelnden Bewegungen vom Einschießbrett in den Ofen gleiten gelassen. Die Backzeit beträgt – je nach Belag – vier bis fünf Minuten.

Flammkuchen im Holzbackofen backen

Für den Holzbackofen gibt es zwei Arten der Befeuerung. Die direkte, welche in der Backkammer vorgenommen wird und die indirekte, bei der sich das Brennholz in einer separaten Kammer befindet.
In beiden Fällen wird im Holzofen bei etwa 300°C gebacken. Die Flammkuchen werden mit Hilfe des Einschießbretts oder eines Ofenschiebers in die Backkammer gegeben.

Schamottsteine haben die Eigenschaft, Feuchtigkeit von Backwaren aufzunehmen und dann wieder an sie abzugeben. Dadurch entsteht die besondere Knusprigkeit.

Flammkuchen im Kovektomaten backen

Im Konvektomaten gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Für Combi-Dämpfer bieten wir spezielle Backplatten 1/1 GN sowie 2/3 GN an, diese sind dicker als die gängigen Gastronormbleche. Somit speichern sie mehr Hitze und geben diese, ähnlich wie ein Schamottstein, direkt wieder an den Flammkuchen ab. Außerdem sind sie antihaftbeschichtet, so klebt der Flammkuchen nicht fest.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, auf sogenannten Lochblechen zu backen. Auch diese sind speziell beschichtet, sodass der Flammkuchenboden nicht anhaftet. In beiden Fällen gilt, Temperatur 300°C, Lüfterrad so weit als möglich herunterregeln/ganz ausschalten. Sonst werden die Flammkuchen leicht trocken. Insbesondere die Backplatten sind sehr schwer, daher bieten sich auch hier Einschießbretter oder Ofenschieber an, um den Flammkuchen in den Kombidämpfer zu bringen, damit besteht auch weniger die Gefahr sich zu verbrennen.

Flammkuchen servieren

Mit einem Ofenschieber wird der Flammkuchen wieder aus dem jeweiligen Ofen geholt, zum Servieren in sechs bis acht Stücke geteilt und auf ein Flammkuchenbrett gelegt. Flammkuchenbretter speichern im Holz die Wärme des Flammkuchens, sodass dieser länger warm bleibt.

Um ein vollkommenes Flammkuchenerlebnis zu erzeugen, bedarf es ein paar weniger, ausgewählter Zutaten und eines perfekten Backvorgangs. Ein dünner, gepresster Teig, eine Creme oder ein alternativer Aufstrich mit einem gewissen Fettanteil gehen beim Backen eine Symbiose ein und verbinden sich zur Basis für leckerste Flammkuchen. Frischer, hochwertiger Belag für Flammkuchen, welcher an Vielseitigkeit kaum zu übertreffen ist, gleichmäßig verteilt, vervollkommnet den Flammkuchengenuss. Auf einem Flammkuchenservierbrett wird die Tarte Flambée, wie der Flammkuchen in Frankreich heißt, traditionell in die Mitte des Tisches gestellt und unter allen Anwesenden aufgeteilt. So kann man in gemütlicher Runde mehrere Sorten von Flammkuchen probieren und zusätzlich zum leckeren Essen kommunikatives Beisammensein genießen. Damit steht einer geselligen Runde nichts mehr im Wege.

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